GO Medical Vision

Von der Vision
zur Marke GO Medical

Aus der Praxis geboren – Im Interview

Frage / Redaktion: Wie kommt ein Hausarzt mit eigener Praxis im Norden von Bern dazu, Softwareprodukte und IT-Dienstleistungen anzubieten?
Gernot Ortmanns:

Bevor ich die Praxis übernommen habe, hatte ich viele Jahre Erfahrung in Europa und Australien als Unternehmensberater sowie Projektmanager im Gesundheitsbereich. Es ist diese Berufserfahrung, die mich dafür sensibilisiert hat, ineffiziente Prozesse zu erkennen und ohne gross darüber nachzudenken zu verbessern.

Dabei habe ich dann auch elektronische Hilfsmittel entwickelt. Nachdem diese sich im Alltag meiner eigenen Praxis bewährt haben, entstand die Idee, diese zu vermarkten, damit auch andere Ärzte davon profitieren können.

Frage / Redaktion: Warum GO Medical? Was hat es mit dem Namen auf sich?
Gernot Ortmanns:

Der Name GO Medical beinhaltet zum einen mein Monogramm. GO steht für meinen Namen, Gernot Ortmanns, mit dem ich für die Qualität meiner Produkte einstehe. Zum anderen ist GO das englische Wort für Gehen und steht damit für einen dynamischen Prozess des Fortschritts.

Medizin ist dabei das Gebiet, in dem ich tätig bin und auf das meine Produkte überwiegend zugeschnitten sind. In Verbindung mit dem englischen GO lag es nah, dann auch Medizin zu übersetzen. So entstand die Marke GO Medical.

Frage / Redaktion: Wie entstand die Idee zu den einzelnen Produkten?
Gernot Ortmanns:

Wenn ich nun auf alle Produkte eingehe, dann wird das ein sehr langer Abschnitt. Wählen Sie einfach aus der nachfolgenden Liste das Produkt aus, dessen Entstehungsgeschichte Sie interessiert:

In meiner Praxis habe ich eine Praxisapotheke. Was mich aber von Anfang an gestört hat, ist, dass die Preise sehr intransparent sind. Natürlich, der Publikumspreis (PP) ist reglementiert und überall ersichtlich, aber weder der ExFactory-Preis, der ebenfalls gesetzlich festgelegt ist, noch mein effektiver Einkaufspreis sind schnell und einfach nachzuschlagen. Ich habe also Medikamente verkauft, ohne überhaupt zu wissen, ob nicht ein alternatives Präparat einen günstigeren Verkaufspreis hat oder gar wie meine eigene Marge dabei aussieht. Ein Zustand, der mir als betriebswirtschaftlich denkendem Mensch unhaltbar erschien.

Daraus entwickelte sich dann nach und nach die Idee für ein Programm, mit dem man die Preise und Margen verschiedener Medikamente unkompliziert vergleichen kann. Das Optimierungspotential, wenn man seine Praxisapotheke betriebswirtschaftlich bestückt, hat sich dabei als sehr gross herausgestellt, und ich bin daher überzeugt, dass auch andere Ärzte ein Interesse daran haben werden, von diesem Potential zu profitieren.

Das Führen der Listen für die Kontrollierten Substanzen entsprechend den gesetzlichen Anforderungen war von Anfang an fehleranfällig und eine zeitraubende und bei meinen MPAs sehr unbeliebte Tätigkeit, für die in Summe ca. 1 Stunde pro Woche an Arbeitszeit aufgewendet wurde.

Handschriftliche Listen sind dabei die schlimmste Option, aber auch die von meinem Praxisvorgänger eingeführten Excel-Listen waren nur wenig besser. Ein Lieferengpass für das eine Produkt und die Umstellung auf ein anderes bedeutete eine neue Liste anzulegen. Die Formeln im Excel-Formular wurden immer wieder gelöscht oder überschrieben, wenn Werte korrigiert wurden und jede Woche musste ich korrigierend eingreifen.

So entstand die Idee, die Listen durch eine Datenbank und das Eintragen der Details des jeweiligen Medikaments einfach durch das Scannen seines Barcodes auf der Packung zu ersetzen.

Nach nur einer Woche waren meine MPAs alle begeistert davon, wie schnell und einfach der Prozess heute ist. Was früher in Summe eine Stunde pro Woche gebraucht hatte, geht heute in nicht einmal 5 Minuten, und das Korrigieren von defekten Excel-Formeln oder Fehlern in unübersichtlichen Papierlisten ist in meiner Praxis definitiv Vergangenheit.

Die Schwierigkeit auf dem Weg zu einem marktfähigen Produkt war, dass natürlich nicht jeder einen Server in seiner Praxis hat, auf dem er selber beliebige Software laufen lassen kann, ohne hohe Kosten für seine IT-Support-Firma zu bezahlen. Daher habe ich die Software so weiterentwickelt, dass sie auf einem stromsparenden, ca. handgrossen Kleincomputer läuft, der im Intranet einfach eine Seite bereitstellt, die in jedem Webbrowser funktioniert. Alternativ kann man auch einen Touchscreen anschliessen und damit noch bequemer und völlig unabhängig von anderen Computern arbeiten.

In jeder Arztpraxis gibt es hunderte von Informationen, die nicht vergessen werden dürfen. Sei es, wie man die Alarmanlage aus- und einschaltet, wie man die Telefonanlage bedient, wo man das Formular für Ferienanträge der Angestellten findet oder wie ein Laborgerät zu reinigen ist.

Wie vermutlich die meisten Praxen hatten wir alles säuberlich auf Papier in grossen Ordnern abgelegt. Wenn es darauf ankam, eine Information zu finden, dann dauerte es ewig, bis man das gefunden hatte, wonach man gerade gesucht hat. So entstand die Idee für ein elektronisches PraxisHandbuch.

Damit kann man alle Informationen wie in einer Bibliothek sauber sortiert ablegen. Es gibt ein "Bücherregal", darin ein "Buch", dieses wiederum enthält "Kapitel" und diese enthalten "Seiten". So entsteht eine saubere Struktur, in der man sofort und ohne mühsames Suchen jede beliebige Information nachschlagen kann.

Da nicht jede Praxis einen eigenen Server hat, habe ich auch dieses Produkt dann so umgebaut, dass es heute ebenfalls auf einem Kleincomputer läuft, damit diese Daten niemals die Praxis verlassen. Es ist sogar ohne Probleme möglich, PharmaControl und das PraxisHandbuch auf dem gleichen Gerät zu betreiben (und wer möchte, kann zusätzlich auch noch PraxisProtect darauf laufen lassen).

Natürlich brauchen nicht nur Arztpraxen einen Ort, wo sie ihre Prozesse und Informationen sauber und strukturiert ablegen können. Grosse Konzerne nutzen hierfür das Intranet und bauen eine entsprechende unternehmensinterne Wissensdatenbank oder ein internes Wiki auf.

Für eine kleine Firma mit wenigen Angestellten ist der dafür nötige Aufwand zu gross. Diese ist letztlich in der gleichen Situation wie eine Arztpraxis, und daher war der Schritt naheliegend, das fertig entwickelte Produkt PraxisHandbuch nun auch anderen Firmen anzubieten. So wurde lediglich der Name angepasst und es entstand das OfficeHandbuch, welches exakt die gleiche Funktionalität bietet, jedoch speziell auf die Bedürfnisse von Büros zugeschnitten ist.

Es handelt sich um eine Art minimalistisches Internet, das einfach als Browser-Startseite auf jedem Rechner in der Praxis eingestellt wird. Wichtige Informationen, die im Alltag ständig gebraucht werden, sind dadurch immer auf den 1. Blick als sogenannte Widgets verfügbar.

Bietet einen sehr ähnlichen Funktionsumfang wie PraxisFokus, ist allerdings gezielt auf die spezifischen Ansprüche und Arbeitsabläufe von Büroumgebungen anstatt Arztpraxen zugeschnitten.

PraxisProtect ist ein reines Add-on-Produkt für Kunden, die ohnehin bereits unseren Mini-PC für PharmaControl und/oder das PraxisHandbuch in ihrer Praxis betreiben.

Es handelt sich hierbei um einen netzwerkweiten Werbeblocker. Extrem einfach zu bedienen, befreit er die gesamte Arztpraxis zuverlässig von lästiger Internetwerbung. Dadurch wird nicht nur der Datenverkehr optimiert, sondern die Mitarbeiter können sich voll und ganz auf ihre wesentliche Arbeit konzentrieren.

OfficeProtect ist die auf klassische Büroumgebungen zugeschnittene Variante unseres Werbeblockers. Als praktisches Add-on-Produkt setzt es ebenfalls voraus, dass bereits ein Mini-PC für das OfficeHandbuch im lokalen Netzwerk active ist.

Nach der Freischaltung filtert das Tool unerwünschte Werbebanner und Tracker für das gesamte Büro heraus. Das sorgt für ein ungestörtes, produktives Arbeitsumfeld und schützt gleichzeitig die Bandbreite Ihres Netzwerks.


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Das GO Medical Wiki richtet sich gezielt an Patientinnen und Patienten. Dieses kostenlose Angebot dient als digitaler Übersetzer, um im medizinischen Fachjargon formulierte Arztberichte, Diagnosen und Befunde besser zu verstehen, einzuordnen und fundierte Informationen zu erhalten.

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GO MediCALC (die medizinischen Rechner) wurde für ärztliche Kolleginnen und Kollegen im klinischen und ambulanten Alltag konzipiert. Die Plattform bietet eine präzise Auswahl häufig benötigter klinischer Scores, medizinischer Rechner und Tools direkt und vollkommen kostenlos an.